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aGis � a landscape of memory and temporalities

PoH-Code: poh.27640

Francka Zupančič

Gedenkstein für die Aktivistin OF Frančiška Zupančič, die von den Heimatbrüdern aus der Postojanska Kleč bei Ljubljana am 29. November 1944 erschossen wurde. Der Gedenkstein wurde am 30. November 1963 enthüllt.

Quelle: Der Weg der Partisanen, Ljubljana: Borec, 1978, S. 38.

Sistory nennt Vor- und Nachname: Frančiška Zupančič, Vater: Janez, Mutter:
Frančiška, Geburtsort: Vračeva, Geburtsdatum: 21. 01. 1907, Geburtsort:
Spodnji Kašelj, Wohnort: Zgornji Kašelj, Alte Gemeinde: Polje, Neue Gemeinde:
Ljubljana, Sterbedatum/Verbleibdatum: 29. 11. 1943. Sterbeort/Verbleibort:
bei Klečah, Bestattungsort: Polje.

                                                            • -Die vermeintlich Totgefallenen wurden von den Mörder von der Straße gefaßt und in die Ljubljana geworfen. Es war seltsam, daß sie keinen Wasserregen hörten, doch sie konnten nicht mehr zurückblicken, um zu prüfen, ob der Körper vielleicht auf trockenem Boden lag. Unten an der Ljubljana, bereits am rechten Ufer der Save, wachten die Deutschen die Eisenbahnstrecke. Sie begannen, auf die Schüsse der Domobranci zu schießen. Zu ihnen stießen noch die faschistischen Schützen vom Eisenbahnübergang in Zalogu und vom Kaseljschen Brücke. Weder einer noch der andere wußte, weshalb und gegen wen sie schießen sollten.

Die Domobranci fürchteten sich am meisten, als sie dachten, die Partisanen Franki seien zur Hilfe geeilt. Sie ließen die Toten am Ufer der Ljubljana zurück und flohen vom Ort des Geschehens zu einem vereinbarten Ort. […]

Während die Domobranci nach Stefan Alič suchten, lag Franki in tiefster Ohnmacht. Nach zwei Stunden erwachte sie um etwa eine halbe Nacht. Sie tippte lange um sich herum und kämpfte sich schwerfällig mit der Frage, wo sie sich befand und was ihr geschehen war. In ihrem Kopf fühlte sie schreckliche Schmerzen. Sie konnte sich nicht aufrichten; es war nicht einmal denken wert, aufzustehen. Mit beiden Händen griff sie sich an den Kopf und versuchte sich auf die Knie zu setzen, um sich umzublicken, doch es gelang nicht. Sie begann, sich wie ein Tier auf allen Vieren zu kriechen. […] Unten auf dem Weg an der Ljub, gibt es jetzt keine Häuser mehr. […] Frankis Haus im Unteren Kasel war etwa zehn Minuten von dem Ort entfernt, an dem sie lag. […] Sie begann, sich zur ersten Haus zu kriechen, die nur einige zehn Meter von ihr entfernt war. […] Doch sie stolperte und wartete vergebens. […] Aufgrund des nächtlichen Schusses waren die Leute so erschreckt, daß sie nicht wagten, sich zu bewegen. […]

Die Francka, erschöpft bis zum Tode, wurde von der Angst ergriffen, was mit ihr geschehen würde, wenn die Domobranci zurückkämen. […] Sie dachte sich die Jurkovi-Haus, das letzte in der Reihe, bereits ganz unten am Kurvenabschnitt des Weges. […] In dem letzten Moment zogen sie sie ins Haus. Hinter der Kurve hallten bereits die Schritte der Domobranci.

In der Wohnung lag Francka ohnmächtig. […]

Die Jurkovi wußten nicht, wie sie einer halb toten Bekannten helfen konnten. Sie wurden auch von der Angst erregt, was geschehen würde, wenn die Domobranci die Spuren entdeckten, als ihre Toten sich zum Haus kriechen mußten. […]

Die Franckis wurden mit warmem Wasser das Gesicht gewaschen, mehr wagten sie nicht, und fürchteten sich bei ihr bis zum Morgen. Als es so aussah, schickten sie nach ihren Verwandten. […]

Die Verwandten der Franckis schickten nach Polje nach Dr. Richard Gregorčič, der die Verletzten und Kranken der Partisanen und Aktivisten behandelte. Er kam sofort und bot Francki alle Hilfe an. Langsam begann sie sich zu erinnern, und konnte beschreiben den schrecklichen Verbrechen. Franckis Bruder Anton Zupančič, verheiratet in Zalogu Nummer 100, wollte nicht, daß seine Schwester in der Nähe des schrecklichen Ereignisses blieb. Gegen Abend kam er mit einem Auto mit ihr und hob sie vom Sofa auf.

[..]

Francka litt eine Woche lang unerträgliche Schmerzen. [..] Die Verwandten hätten sie gern in die ljubljansche Krankenstation auf den Militärabteilung gebracht, doch sie wußten, daß die Domobranci ihnen nicht die Erlaubnis geben würden, durch den Block zu fahren. Nach einem Woche gelang es endlich, sie mit der Hilfe der deutschen Soldaten über die Seitenwege an der Save nach Ljubljana zu bringen und sie in die Krankenstation zu geben. [..]

Francka Zupančič wurde bereits seit dem 12. Oktober 1943 auf dem Militärabteilung behandelt. [..]

Am 29. November 1943 hielt um 11 Uhr ein bekannter militärischer Bus aus Polje vor der allgemeinen Krankenstation in Ljubljana. Drei Domobranci stiegen aus und gingen zuerst in das Institut für taubstumme gegenüber der Krankenstation. [..]

Einige Zeit war Zakovšek allein im Bus, dann wurden noch Francka hinzugeführt. Zwei hielten sie, damit sie laufen konnte, und halfen ihr in den Bus. [..]Der Bus mit Zakovškom und Zupančiče war bereits nach einigen Minuten nachdem er die Klinik verlassen hatte, vor der Zwangsarbeitseinrichtung am anderen Ufer der Ljubljana gestoppt worden. Aus den Gefängnissen in „Zwangsarbeit“ wurden die Heimatbrüder noch einen dritten Verhafteten mitgenommen: […]

Francka Zupančič dachte nicht mehr an sich selbst. […] Als der Bus sich dem Feld näherte, sagte sie noch: „Für eine so große Sache, wie wir kämpfen, sind Opfer unvermeidlich. Ich nehme sie so an, wie sie bereits viele vor mir getragen haben und wie sie noch viele nach mir tragen werden.“ […]

Als es dunkel wurde, brachten die polnischen Heimatbrüder Francka zu Ježici. Der Bus stoppte in der Nähe einer verlassenen, verfallenen Grube auf halber Strecke zwischen Ježici und Vižmarji, etwa eine halbe Stunde außerhalb von Kleč. […]

Die Mörder holten Francka aus dem Auto und warfen sie unter den „martro“. […] Urhovski und die polnischen Heimatbrüder wussten, dass sie sie bereits einmal geschossen hatten, doch sie war genesen. Deshalb bemühten sie sich, ihren blutigen Auftrag diesmal gründlicher zu erledigen. Mit russischen Stiefeln zertrümmerten sie den Schädel der Opfer.

Francka lag die ganze Nacht und noch den ganzen folgenden Tag unter dem Kreuz mitten im Ljubljanskiem Feld. Erst am zweiten Tag brachten die ježišischen Heimatbrüder sie in die Totenbucht auf dem Stöcklischen Friedhof und legten sie auf die Träger für die Kreuze. Die Totenbucht wurde verschlossen und der Schlüssel mitgenommen. […]«

(Štefanija Ravnikar-Podbevšek, Sv. Urh, Chronik der Ereignisse aus der Volksbefreiungsfront, Ljubljana: Verlag Borec, 1978, S. 313–318, 363–365, LXIV [Fotografien und Text unter ihnen])


Quellen

  • Partizanstvo.si — Partizanski spomeniki (#7339) (e43b5c03-23ae-4151-b4c9-3d01758796d5) — Partizanstvo.si — Partizanski spomeniki (#7339)

Lage & Karte

Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau

Textuelle Lagebeschreibung

Kašeljska cesta 50.

Kartenübersicht
Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende, OpenTopoMap (CC-BY-SA), SRTM

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