PoH-Code: poh.24972
Donau — städtische Opfer
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partizanstvo.si / Arhiv Geopedia · CC-BY 4.0 (privzeta licenca) · Preneseno iz Geopedije.
Auf der Marmorscheibe sind unter dem Text 13 frisch verfaulte Erdbeeren und ein gerührtes Messer scharfengelegt. Sie symbolisieren die Köpfe der Opfer und den Schrein.
Im Gedenkraum
in dem sich diese Scheibe befindet, führen Türen mit der Inschrift "GEDENKSTÄTTE" ein. Durch den Eingang gelangen wir in einen Vorraum, der heute leer ist. Der Vorsitzende des Gerichts Friedrich Forsthuber hat voraussagen lassen, dass 2024 eine breitere Darstellung der Opfer des nationalsozialistischen Justizsystems hier eingerichtet werden wird. Durch die Türen zu einem alten Gefängnisgelände gelangen wir in den nächsten Raum mit der Inschrift "ZUM HINRICHTUNGSRAUM". An der linken Wand ist ein großes Foto eines Schreins, auf dem die Nazi-Führung ihre Urteile verhängt hat. In einer Ecke, eingekasselt mit keramischen Kacheln, befindet sich Altar und daneben eine Pipette, in die ein Draht für das Entfernen von Blut getömt wurde. Auf den Wänden ist ein Becken angebracht, heute verdeckt durch eine Netzeinrichtung – für Kerzenständer. Alle Gedenktafeln befinden sich an der rechten Wand. Die letzte Wand enthält mehrere Ketten in Farben der österreichischen Flagge und die Inschrift "Niemals vergessen".
Nach dem Anschluss Österreichs zum Dritten Reich im Jahr 1938 wurden viele dortigen Slowenen in den Wehrmacht eingezogen. Einige antworteten nicht auf den Aufruf, sondern verbargen sich, viele flohen ins benachbarte Jugoslawien. Ähnlich verhielten es sich einige, die bereits als Soldaten gedient hatten. Darunter war auch Tomaž Olip aus Sel. Als die Nazis im Jahr 1941 Jugoslawien besetzten, kehrte er nach seiner Heimat zurück und baute im Juni 1942 im Hlipovčniker Wald einen geheimen Bunker auf. Wie viele andere Deserteur mit dem Namen "grüner Kader" half er den Partisanen oft, ohne sie zu verfolgen. Nach der Festnahme Petra Blažičs am 30. November 1942 drang die Gestapo am 1. Dezember in den Bunker ein und holte Olip und Jaka Oražeja mit. In dem Bunker fand auch Tomaž Olivens Tagebuch. Im ersten Monat 1943 wurden viele Koroške Aktivisten festgenommen, einige sogar aufgrund des Tagebuchs von Olip. Am 5. April 1943 verurteilte das Celovische Gestapo 134 Personen zu Todesstrafe. Der berüchtigte Richter Roland Freisler, der von Berlin hergekommen war, verherrlichte sie am nächsten Tag in dreizehn Tagen zum Tode. Sie wurden in die "graue Wohnung" auf dem Donauufer gebracht und dort am 29. April durch den Schrein hingerichtet. Obwohl nicht alle aus Sel stammten, waren einige auch aus benachbarten Gemeinden bekannt als "Landleute Opfer". (Zitiert nach Brigitte Entner: Was hat der Mensch alles erlebt! Mohorjeva Gesellschaft, Celovec 2018)
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Die Scheibe wurde zum 50. Jahrestag des Verbrechens von der österreichischen Nationalen Gedenkstätte Sel gestellt.
Die Ausstellungsräume sind dem Publikum am ersten Dienstag im Monat um 15 Uhr zugänglich. Dies wird auf den Glasplatten in deutscher und englischer Sprache an der Eingangstür des Gerichts angekündigt.
Siehe die Gedenkmeldung an der Kirche in österreichischem Koroška, Sel – Far.
Quellen
- Partizanstvo.si — Partizanski spomeniki (#8574) (d639bea1-d2e8-4db2-88d8-2532f719c1d9) — Partizanstvo.si — Partizanski spomeniki (#8574)
Links
Lage & Karte
Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Textuelle Lagebeschreibung
Dunaj, Plošča je nameščena v spominski sobi (nekdanjem prostoru za usmrtitve) v pritličju deželnega sodišča za kazenske zadeve ("siva hiša") na Landesgerichtsstrasse 11.
