PoH-Code: poh.34094
Gedenktafel in Erinnerung an die Deportation der Kärntner SlowenInnen aus Ferlach/Borovlje
2022-12-31 – 2023-12-30

DERLA / GAMS, Universität Graz · CC-BY-NC-4.0 · gams.uni-graz.at
Bereits in der Zwischenkriegszeit gab es von deutschnationaler Seite Bestrebungen das zweisprachige Kärnten „Deutsch zu machen“, dafür gab es umfassende Überlegungen zu Um- und Ansiedlungen. Nach dem sogenannten „Anschluss“ konnten diese Ideen im Rahmen des NS-Planes zur „völkischen Neuordnung“ Europas von lokalen Akteuren wie Major Alois Maier-Kaibitsch konkretisiert werden. Nach dem Hitler-Mussolini Abkommen von 1939 sollten deutschsprachige Kanaltaler Optanten in Kärnten angesiedelt und dafür Kärntner slowenische Familien zwangsweise an der Ostgrenze des Reichs angesetzt werden. Der Kriegsverlauf verzögerte dieses Vorhaben, jedoch wurden im April 1942 227 Kärntner slowenische Familien zuhause abgeholt, in spezielle Lager deportiert und enteignet. Im Winter 1944/45 kam es zu weiteren zwangsweise Aussiedlungen von Kärntner slowenischen Familien. Im September 2023 wurde von der Stadtgemeinde Ferlach/Borovlje am alten Bahnhof in Ferlach/Borovlje eine Gedenktafel in Erinnerung an die Deportation der Kärntner SlowenInnen enthüllt. Diese erinnert an 11 Familien aus der Gemeinde, die in einer Aktion der Nationalsozialisten am 14. und 15. April 1942 von zuhause abgeholt und deportiert wurden.
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Quellen
- DERLA — Gedenktafel in Erinnerung an die Deportation der Kärntner SlowenInnen aus Ferlach/Borovlje (75da39cc-353e-4b08-b327-f27a302dabd6) — DERLA — Gedenktafel in Erinnerung an die Deportation der Kärntner SlowenInnen aus Ferlach/Borovlje
Bewertungen
- Zugang (ab 2026-07-18): Frei zugänglich
- Räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Lage & Karte
Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Textuelle Lagebeschreibung
Bahnhofstraße 6, 9170 Ferlach/Borovlje
