PoH-Code: poh.38273
Gedenktafel - Sammellager Hohe Warte 32
2013-12-31 – 2014-12-30

Foto: Nils Münger
Nils Münger · CC-BY-NC-4.0 · gams.uni-graz.at
Am 12. September 2014 wurde an der Fassade des Hauses Hohe Warte 32 eine Messingtafel angebracht. Die Inschrift erinnert daran, dass sich hier von 1872 bis 1939 das israelitische Blindeninstitut mit angeschlossenem Internat befand. Es wurde von den Nationalsozialisten geschlossen und die meisten der jüdischen Schüler_innen wurden deportiert und ermordet. Das Haus wurde danach bis 1942 ein Wohnheim für alte und behinderte jüdische Menschen. Von hier aus wurden in den Jahren 1941 und 1942 219 jüdische Frauen und Männer deportiert und im Holocaust ermordet. Namentlich angeführt sind Jeanette Beer, Mina Hübler, Simon Lewit und Rudolf Grünwald. Mina Hübler (geb. Rotter) wurde am 28. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 3. September 1942 ermordet. Simon Lewit wurde am 28. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 13. August 1942 ermordet. Jeanette Beer wurde am 28. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 15. September 1942 ermordet. Rudolf Grünwald wurde am 9. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort am 15. Juni 1942 ermordet. Im Gebäude befindet sich eine weitere Gedenktafel für blinde Juden, die verfolgt worden sind.
Canonical-Text
Quellen
- DERLA — Gedenktafel - Sammellager Hohe Warte 32 (fa270594-217b-419d-881f-ca3a8287408d) — DERLA — Gedenktafel - Sammellager Hohe Warte 32
Bewertungen
- Zugang (ab 2026-07-18): Frei zugänglich
- Räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Lage & Karte
Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Textuelle Lagebeschreibung
Hohe Warte 32, 1190 Wien
