PoH-Code: poh.35927
Gedenkstätte für sowjetische Opfer der NS-Zwangsarbeit in Kaprun
—

Gedenkstätte für die sowjetischen Opfer der NS-Zwangsarbeit, 2007, 2024 (© Christina Nöbauer, Hasan Softić)
Gedenkstätte für die sowjetischen Opfer der NS-Zwangsarbeit, 2007, 2024 (© Christina Nöbauer, Hasan Softić) · CC-BY-NC-4.0 · gams.uni-graz.at
Die Gedenkstätte für sowjetische Opfer in der Schloßstraße in Kaprun gedenkt all jenen Kriegsgefangenen sowie Zwangsarbeiterinnen aus der Sowjetunion, die beim Bau des Kraftwerks im Einsatz waren. Erste Pläne zum Bau eines Kraftwerks in den Hohen Tauern gab es bereits in der Zwischenkriegszeit, jedoch wurden diese nie umgesetzt. Nach dem „Anschluss” im März 1938 nahmen die Nationalsozialisten diese Pläne auf; die vorhandenen Energiereserven sollten für die Kriegs- und Rüstungswirtschaft genutzt werden. Der Spatenstich – durchgeführt von Hermann Göring – erfolgte bereits im Mai 1938; geplant war eine Bauzeit von zehn Jahren. Immer wieder kam es zu Todesfällen, ausgelöst durch Lawinenabgänge oder Steinschlag; aber auch Unfälle aufgrund mangelhafter Ausrüstung und des schlechten körperlichen Zustands der Arbeiterinnen waren keine Seltenheit. Die Kraftwerksgruppe Kaprun wurde 1955 fertiggestellt und gilt heute als Symbol des Wiederaufbaus der Republik nach dem Zweiten Weltkrieg. Ausgeblendet und vergessen werden dabei häufig jedoch die unmenschliche NS-Zwangsarbeit und die daraus resultierenden Toten und Ermordeten.
Canonical-Text
Quellen
- DERLA — Gedenkstätte für sowjetische Opfer der NS-Zwangsarbeit in Kaprun (b3622062-6869-469e-ae3b-43e8979070c0) — DERLA — Gedenkstätte für sowjetische Opfer der NS-Zwangsarbeit in Kaprun
Bewertungen
- Zugang (ab 2026-07-18): Frei zugänglich
- Räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Lage & Karte
Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Textuelle Lagebeschreibung
Schloßstraße 46, 5710 Kaprun
