PoH-Code: poh.33928
Denkmal für sowjetische Kriegsgefangen am Soldatenfriedhof St. Johann/Wolfsberg
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DERLA / GAMS, Universität Graz · CC-BY-NC-4.0 · gams.uni-graz.at
Über drei Millionen Angehörige der Roten Armee starben während des Zweiten Weltkriegs in deutscher Kriegsgefangenschaft. Das bedeutet, dass mindestens jeder zweite Internierte verhungerte, erfror, einer Seuche erlag oder erschossen wurde. Auch in den Lagern für sowjetische Kriegsgefangene auf dem Boden des heutigen Österreich waren die Lebensbedingungen katastrophal. Im Stalag XVIII A in Wolfsberg wütete im Dezember 1941 eine Typhusepidemie. Die Zahl der dort inhaftierten sowjetischen Kriegsgefangenen sank zwischen November 1941 und 1. Januar 1942 von 1.749 auf 493. Es muss also davon ausgegangen werden, dass weit mehr als tausend Menschen im Lager der Krankheit zum Opfer fielen. Nach weiteren Einlieferungen befanden sich Ende 1942 4.000 sowjetische Kriegsgefangene im Lager. Wie viele von Ihnen den Krieg überlebten, ist nicht bekannt. Während die westalliierten Kriegsgefangenen auf dem Stadtfriedhof Wolfsberg beerdigt wurden, bestattete man verstorbene sowjetische Kriegsgefangene auf dem Lagerfriedhof St. Johann in Massengräbern. In einem Gedenkbuch wurden die Namen von 356 Menschen, die hier begraben liegen, erfasst. Die Gesamtzahl der Toten wird auf etwa 1.500 geschätzt. Die Verstorbenen stammten aus allen Teilen der Sowjetunion, an sie erinnert der Obelisk, der mit einem roten Stern und einer Tafel mit russischer Inschrift versehen ist.
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Quellen
- DERLA — Denkmal für sowjetische Kriegsgefangen am Soldatenfriedhof St. Johann/Wolfsberg (be1326fa-4ff5-4523-981a-ad67cddb1a7d) — DERLA — Denkmal für sowjetische Kriegsgefangen am Soldatenfriedhof St. Johann/Wolfsberg
Bewertungen
- Zugang (ab 2026-07-18): Frei zugänglich
- Räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Lage & Karte
Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Textuelle Lagebeschreibung
Winklernweg, 9431 St. Stefan
