PoH-Code: poh.37105
Gedenktafel Marie Jahoda
2002-12-31 – 2003-12-30

Foto: porem
porem · CC-BY-NC-4.0 · gams.uni-graz.at
Am 17. Jänner 2003 wurde im Innenraum der Marie-Jahoda-Schule in der Herbststraße 86 eine Gedenktafel enthüllt, die an die jüdische Sozialpsychologin und Sozialistin Marie Jahoda erinnert. Die Enthüllung der Tafel erfolgte zugleich mit der Umbenennung der Volksschule nach der Pionierin der empirischen Sozialforschung. Jahoda, die während des Austrofaschismus im antifaschistischen Widerstand aktiv war, emigrierte zwangsweise nach kurzer Haft 1937 nach Großbritannien und entging dadurch einer weiteren Verfolgung durch das austrofaschistische und später nationalsozialistische Regime. Im britischen Exil beteiligte sie sich am Kampf gegen NS-Deutschland, etwa als Redakteurin des Senders der Europäischen Revolution und des Senders Radio Rotes Wien.
Enthüllt wurde die von der Schule gestiftete Tafel, auf der ein Porträt Marie Jahodas zu sehen ist, von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. Die Tafel ist eine Spende der Steinwerkstätte Kernmayr in Ottakring. Neben der Gedenktafel befinden sich zwei Informationstafeln, welche die Biographie Maria Jahodas erläutern und ihre wichtigsten Werke anführen. Die Umbenennung der Schule und die Anbringung der Tafeln waren in ein mehrjähriges Schulprojekt eingebettet.
Canonical-Text
Quellen
- DERLA — Gedenktafel Marie Jahoda (1866d520-206d-4b20-8a9d-927fe1efad9a) — DERLA — Gedenktafel Marie Jahoda
Lage & Karte
Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Textuelle Lagebeschreibung
Herbststraße 86, 1160 Wien
