PoH-Code: poh.36943
Gedenktafel Haftstätte für 40.000 Jüdinnen und Juden
1983-12-31 – 1984-12-30

Foto: porem
porem · CC-BY-NC-4.0 · gams.uni-graz.at
Die Gedenktafel wurde am 25. Oktober 1984 an der Fassade eines ehemaligen Sammellagers in der Kleinen Sperlgasse 2a angebracht. In dem Schulgebäude hielt die "Zentralstelle für jüdische Auswanderung" des NS-Regimes zwischen Oktober 1941 und März 1943 insgesamt etwa 45.000 Jüdinnen und Juden fest, bevor sie in Vernichtungslager deportiert wurden. Mehrere Quellen dokumentieren die schlechten Bedingungen im Sammellager und auch die Verzweiflung der Internierten, von denen einige im Lager Selbstmord begingen. Eine der eindrücklichsten Quellen dazu ist das Gedicht des Holocaust-Überlebenden Otto Kalwo (1918-2008), der für kurze Zeit auch als jüdischer "Ordner" im Lager gearbeitet hat. Nach der Schließung des Sammellagers mit dem Ende der Deportationen im Oktober 1942 erhielten die Mädchenvolkschule Kleine Pfarrgasse 33 und die Jungenvolkschule Leopoldsgasse 3 das Gebäude zugesprochen. Anfang 1943 begannen die Renovierungsarbeiten. Am 28. August 1943 wurde der Unterricht in der Kleinen Sperlgasse 2A als öffentliche Schule der Stadt Wien wieder aufgenommen. Das Gebäude ist heute eine öffentliche Volksschule. Stifter der Tafel war die Schulgemeinschaft und der Verein der Freunde der Leopoldstadt.
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Quellen
- DERLA — Gedenktafel Haftstätte für 40.000 Jüdinnen und Juden (383d959f-083a-48f6-a0b7-294680a7f179) — DERLA — Gedenktafel Haftstätte für 40.000 Jüdinnen und Juden
Bewertungen
- Zugang (ab 2026-07-18): Frei zugänglich
- Räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Lage & Karte
Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Textuelle Lagebeschreibung
Kleine Sperlgasse 2A, 1020 Wien
