PoH-Code: poh.35682
Anna-Berta-Königsegg-Straße
1987-12-31 – 1988-12-30

Anna-Berta-Königsegg-Straße, 2024 (© Sebastian Sillinger)
Anna-Berta-Königsegg-Straße, 2024 (© Sebastian Sillinger) · CC-BY-NC-4.0 · gams.uni-graz.at
Die rund 50 Meter lange Anna-Bertha-Königsegg-Straße im Salzburger Stadtteil Gnigl erinnert seit 1988 an die Visitatorin der Barmherzigen Schwestern in Salzburg, die sich für das Überleben ihrer beeinträchtigten Schützlinge einsetzte. Geboren am 9. Mai 1883, erhielt Königsegg bereits früh eine religiöse Ausbildung. Nach mehreren Aufenthalten in Frankreich und Italien folgte sie am 25. Oktober 1925 dem Ruf, in Salzburg als Visitatorin zu wirken. Bald nach dem “Anschluss” legte sie sich mit dem NS-Regime an, indem sie der Belegschaft der Krankenpflegeschule, die sie aufgebaut hatte, verbot, an den von den Nationalsozialisten geforderten Zwangssterilisationen auszuhelfen. Für ihr Engagement wurde sie 1940 sowie 1941 verhaftet; sie weigerte sich, Weisungen zu befolgen, die den sicheren Tod psychisch und physisch beeinträchtigter Menschen bedeutet hätte. Insgesamt gelang es den Vinzentinerinnen unter der Führung Anna Bertha Königseggs 17 Menschen mit Beeinträchtigungen zu verstecken, welche die NS-Zeit überlebten. 1941 erfolgte schließlich ihre Verbannung aus Salzburg; sie kehrte in ihren Geburtsort zurück und sah Salzburg erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder. Anna Bertha Königsegg verstarb am 12. Dezember 1948.
Canonical-Text
Quellen
- DERLA — Anna-Berta-Königsegg-Straße (4be92a00-ddd4-49b3-aaf1-8918921b5a2f) — DERLA — Anna-Berta-Königsegg-Straße
Bewertungen
- Zugang (ab 2026-07-18): Frei zugänglich
- Räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Lage & Karte
Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Textuelle Lagebeschreibung
Anna-Berta-Königsegg-Straße, 5020 Salzburg
