PoH-Code: poh.34556
Gedenktafel für Theodor Herzl am Mozartplatz
2001-12-31 – 2002-12-30

Gedenktafel für Theodor Herzl am Mozartplatz, 2024 (© Sebastian Sillinger)
partizanstvo.si · CC-BY-NC-4.0 · gams.uni-graz.at
Am 10. September 2002 ließ der damalige Bürgermeister Heinz Schaden nach Abstimmung mit der IKG Salzburg eine Gedenktafel für Theodor Herzl (1860–1904) anbringen. Die Granittafel, die dem Vordenker des politischen Zionismus gedenkt, befindet sich heute zwischen dem Tourismusbüro und diversen Geschäften. Dies war jedoch nur der Höhepunkt einer langen Entstehungsgeschichte. Eine erste Gedenktafel für Theodor Herzl wurde bereits im Juli 2001 an die Fassade von Herzls früherem Arbeitsplatz (Mozartplatz 5) angebracht. Diese enthielt ein unvollständiges Zitat Herzls; die Zeilen, in denen er festhielt, dass er als Jude in Salzburg niemals Richter werden könnte, wurden nicht eingraviert. Nach einer Intervention der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst unter der Leitung von Wolfram P. Kastner und Wolfgang Krenn konnte eine öffentliche Debatte über den Umgang der Stadt Salzburg mit seiner Vergangenheit entfacht werden. Die Anbringung einer neuen Tafel, die das gesamte Zitat Herzls zeigt, wurde veranlasst, nachdem auch der damalige Bundespräsident Thomas Klestil und der frühere Präsident des Bundesverbandes der Israelitische Kultusgemeinden Österreichs Ariel Muzicant interveniert hatten.
Canonical-Text
Quellen
- DERLA — Gedenktafel für Theodor Herzl am Mozartplatz (6e1e5163-d1e9-4564-98c7-7d2a890f4959) — DERLA — Gedenktafel für Theodor Herzl am Mozartplatz
Bewertungen
- Zugang (ab 2026-07-18): Frei zugänglich
- Räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Lage & Karte
Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau
Textuelle Lagebeschreibung
Mozartplatz, 5020 Salzburg
