PoH-Code: poh.32014
Gedenktafel voor Jakob Gapp
2006-12-31 – 2007-12-30

Foto: Gerald Lamprecht
Gerald Lamprecht · CC-BY-NC-4.0 · gams.uni-graz.at
De 1897 geboren in Wattens, Tirol, Jakob Gapp werd im Rahmen seiner Tätigkeit bei den Marianisten – einer katholischen Ordensgemeinschaft – 1925 an das Marieninstitut nach Graz berufen. Schon früh beschäftigte er sich mit dem aufkommenden Nationalsozialismus und gelangte zur festen Überzeugung, dass die Prinzipien dieser Ideologie mit der Lehre der katholischen Kirche unvereinbar sind. Gapp kehrte nach der NS-Machtübernahme in Tirol zurück, wo er als Kaplan tätig war und Religion unterrichtete. Wegen seiner öffentlichen Kritik des Nationalsozialismus in seinen Predigten wurde er gezwungen, das Land zu verlassen. Seine Flucht führte ihn über Italien und Frankreich nach Spanien, wo er sich weiterhin gegen den Nationalsozialismus engagierte. Im November 1942 entführten ihn deutsche Agenten durch eine List in das von der Wehrmacht besetzte Frankreich. Dort wurde er verhaftet und nach Berlin gebracht. 1943 wurde Jakob Gapp wegen "Landesverrates" und "Feindbegünstigung" zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Translation · AI tier 5
Sources
- DERLA — Gedenktafel für Jakob Gapp (0285c222-46c6-4f2b-ae56-aee8a23cf000) — DERLA — Gedenktafel für Jakob Gapp
Evaluations
- Access (ab 2026-07-18): Vrij toegankelijk
- Spatial accuracy: 4 — Nauwkeurig
Location & map
Map position available (Point) · spatial accuracy: 4 — Nauwkeurig
Textual location description
Kirchengasse 1, 8010 Graz
