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PoH-Code: poh.2302

Gedenkstein für die Opfer der nationalsozialistischen Eugenik in der Hiessgasse in Klagenfurt/Celovec

2021-12-31 – 2022-12-30

Die Hießgasse wurde 1984 nach dem damaligen Vorstand der Abteilung für Geburtenhilfe und Gynäkologie am Landeskrankenhaus Klagenfurt, vormals “Gaukrankenhaus Klagenfurt”, benannt. Primarius Dr. Viktor Hieß, der bis 2 Jahre vor seinem Tod 1960 auch eine Privatpraxis betrieb, war in der NS-Zeit als Verfechter der deutschen Erb- und Rassenlehre für die Durchführung des nationalsozialistischen Eugenik-Programms verantwortlich. Zahllose Menschen wurden zu Opfern von Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen, nachdem sie zuvor als “erbrkank” oder “rassisch minderwertig” eingestuft wurden.
Nach langer Diskussion über eine Umbenennung der Straße oder das Anbringen einer Zusatztafel mit Informationen zur Rolle von Dr. Viktor Hieß während des Nationalsozialismus entschied sich die Stadt Klagenfurt 2022 dazu, einen Gedenkstein am Ende der Straße, direkt gegenüber des Klinikums aufzustellen. Er macht auf die fragwürdige Straßenbezeichnung aufmerksam und sendet ein Signal der Entschuldigung seitens der Stadt aus.

Quellen

  • DERLA — Gedenkstein für die Opfer der nationalsozialistischen Eugenik in der Hiessgasse in Klagenfurt/Celovec (6e7e0eff-5eb4-4cb6-b643-74712b24a673) — DERLA — Gedenkstein für die Opfer der nationalsozialistischen Eugenik in der Hiessgasse in Klagenfurt/Celovec

Bewertungen

  • Zugang (ab 2026-07-18): Frei zugänglich
  • Räumliche Genauigkeit: 4 — Genau

Lage & Karte

Kartenposition verfügbar (Punkt) · räumliche Genauigkeit: 4 — Genau

Textuelle Lagebeschreibung

Hiessgasse, 9020 Klagenfurt/Celovec

Kartenübersicht
Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende, OpenTopoMap (CC-BY-SA), SRTM

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